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Stand: September 2026 · Lesezeit: 6 Minuten
Eine Läufigkeit dauert bei den meisten Hündinnen insgesamt etwa 18 bis 21 Tage, verteilt auf mehrere Phasen mit unterschiedlichem Verhalten. Kleine Hündinnen werden meist zweimal im Jahr läufig, große oft nur einmal. Dieser Überblick zeigt die einzelnen Phasen, typische Anzeichen und wann ein Tierarztbesuch sinnvoll wird.
Kurzantwort: Eine Läufigkeit dauert im Schnitt 18 bis 21 Tage. Sie besteht aus Vorbrunst und Brunst, gefolgt von einer hormonellen Nachphase, die noch Wochen anhalten kann.
Das Wichtigste in Kürze
- Proöstrus und Östrus dauern zusammen im Schnitt 18 Tage, mit Spanne von 10 Tagen bis 4 Wochen.
- Kleine Hündinnen werden meist zweimal jährlich läufig, große oft nur einmal.
- Die fruchtbare Phase liegt etwa bei Tag 9 bis 14 der Läufigkeit.
- Anhaltender Ausfluss über 4 Wochen kann auf eine Zyste oder Störung hindeuten.
Die Phasen der Läufigkeit im Überblick
Die Läufigkeit gliedert sich in vier Phasen. Der Proöstrus, die Vorbrunst, dauert im Schnitt 9 Tage und kann zwischen 3 und 17 Tagen liegen. Die Vulva schwillt an, blutiger Ausfluss beginnt, Rüden werden aber noch abgewehrt. Es folgt der Östrus, die eigentliche Brunst, ebenfalls rund 9 Tage lang mit einer Spanne von 3 bis 21 Tagen. In dieser Phase ist die Hündin paarungsbereit.
| Phase | Dauer | Merkmal |
|---|---|---|
| Proöstrus | ca. 9 Tage (3–17) | Ausfluss, Rüden werden abgewehrt |
| Östrus | ca. 9 Tage (3–21) | Paarungsbereitschaft, fruchtbare Zeit |
| Metöstrus | 9–12 Wochen | Hormonelle Nachphase, mögliche Scheinträchtigkeit |
| Anöstrus | Wochen bis Monate | Ruhephase bis zur nächsten Läufigkeit |
Wie oft im Jahr wird eine Hündin läufig
Im Durchschnitt wird eine Hündin alle sechs bis zwölf Monate läufig. Kleine Rassen zeigen häufig zwei Läufigkeiten pro Jahr, große Rassen manchmal nur eine. Die erste Läufigkeit tritt meist zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat ein, bei großen Rassen teils auch später. Auch Rasse, Gesundheitszustand und individuelle Veranlagung beeinflussen den Rhythmus, weshalb zwei Hündinnen derselben Rasse durchaus unterschiedlich häufig läufig werden können. Ein Blick in den eigenen Kalender über mehrere Zyklen hinweg zeigt am ehesten, welcher Rhythmus für die eigene Hündin normal ist.
Anzeichen einer beginnenden Läufigkeit
Erste Anzeichen sind eine geschwollene Vulva und blutiger Ausfluss, der zu Beginn dunkelrot wirkt und gegen Ende wässriger wird. Viele Hündinnen zeigen zudem Verhaltensänderungen: manche wirken ruhiger, andere unruhiger oder anhänglicher als sonst. Rüden reagieren oft schon vor sichtbaren Anzeichen auf den veränderten Geruch, weil sich der Hormonhaushalt der Hündin schon vor dem sichtbaren Ausfluss verändert. Manche Halterinnen und Halter bemerken deshalb zuerst, dass fremde Rüde auf Spaziergängen plötzlich viel aufmerksamer werden, bevor die eigentlichen körperlichen Anzeichen sichtbar sind.
Kurzantwort: Geschwollene Vulva, blutiger Ausfluss und ein verändertes Verhalten sind die typischen ersten Anzeichen einer Läufigkeit.
Die fruchtbare Phase erkennen
Die empfängnisbereite Zeit liegt meist zwischen Tag 9 und 14 der Läufigkeit, oft erkennbar am helleren, wässrigen Ausfluss und daran, dass die Hündin den Rüden nun zulässt statt ihn abzuwehren. Wer eine ungewollte Deckung vermeiden will, sollte die Hündin gerade in dieser Phase besonders konsequent an der Leine führen.
Wann ein Tierarztbesuch sinnvoll ist
Ein Tierarztbesuch lohnt sich, wenn die erste Läufigkeit vor dem sechsten Lebensmonat auftritt, wenn der Ausfluss eitrig riecht oder wenn die Blutung länger als vier Wochen anhält. Auch starke Schmerzen, ein aufgeblähter Bauch oder eine ausgeprägte Scheinträchtigkeit gehören in tierärztliche Abklärung. Eine Praxis vor Ort kann zudem zum richtigen Zeitpunkt für eine Kastration beraten. Wer unsicher ist, ob ein Verhalten noch normal ist, sollte lieber einmal zu oft nachfragen als eine beginnende Entzündung oder Zyste zu spät zu erkennen.
Läufigkeit im Alltag begleiten
Während der Läufigkeit brauchen Hündinnen oft mehr Ruhephasen und kürzere, ruhigere Spaziergänge abseits belebter Hundeplätze. Spezielle Höschen mit Einlage schützen Teppiche und Polster vor dem Ausfluss, ohne die Hündin einzuschränken. Auch die Fütterung bleibt meist unverändert, außer die Hündin frisst während dieser Zeit spürbar weniger, dann lohnt eine Rücksprache mit der Tierarztpraxis.
Fazit
Eine Läufigkeit dauert insgesamt rund 18 bis 21 Tage und läuft in klar unterscheidbaren Phasen ab. Wer die Anzeichen kennt, erkennt die fruchtbare Phase rechtzeitig und weiß, wann ein Tierarztbesuch notwendig wird. Ein eigener Kalender mit Start- und Enddatum jeder Läufigkeit hilft dabei, Abweichungen vom gewohnten Rhythmus frühzeitig zu erkennen.
Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei Unsicherheiten zur Läufigkeit hilft eine Tierarztpraxis vor Ort weiter.
FAQ – Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Läufigkeit insgesamt?
Im Schnitt 18 bis 21 Tage, wobei je nach Hündin auch 10 Tage bis 4 Wochen möglich sind.
Wie oft im Jahr wird eine Hündin läufig?
Meist alle sechs bis zwölf Monate, kleine Rassen häufiger als große.
Wann beginnt die fruchtbare Phase?
Meist zwischen Tag 9 und 14 der Läufigkeit, erkennbar am helleren Ausfluss und der Paarungsbereitschaft.
Ab wann wird eine Hündin zum ersten Mal läufig?
Meist zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat, bei großen Rassen teils erst später.
Was bedeutet blutiger Ausfluss während der Läufigkeit?
Er gehört zur Vorbrunst und Brunst und verändert seine Farbe im Verlauf von dunkelrot zu wässrig.
Wann sollte ich mit meiner Hündin zum Tierarzt?
Bei eitrigem Ausfluss, Blutungen über vier Wochen, starken Schmerzen oder ausgeprägter Scheinträchtigkeit.
Kann eine Hündin während der ganzen Läufigkeit trächtig werden?
Nein, empfängnisbereit ist sie meist nur während weniger Tage im Östrus.
Was ist eine Scheinträchtigkeit nach der Läufigkeit?
Eine hormonell bedingte Nachphase, in der der Körper Schwangerschaftssymptome zeigen kann, ohne dass eine Trächtigkeit vorliegt.
Unterscheidet sich die Läufigkeit je nach Hunderasse?
Ja, kleine Rassen werden häufiger im Jahr läufig als große Rassen.
Wie schütze ich meine Hündin vor ungewollter Deckung?
Besonders während der fruchtbaren Phase konsequent an der Leine führen, belebte Hundeplätze meiden und Kontakt zu Rüden vermeiden.
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Quellen

Marlene teilt ihr Zuhause mit Hund und Katze unter einem Dach und schreibt über das, was im Alltag mit Tieren wirklich zählt. Wird es ernst, sagt sie das offen.






