Mixed-breed dogs in Serles

Hund Yorkshire Terrier: Rasseporträt nach FCI-Standard Nr. 86

Kurzantwort: Der Yorkshire Terrier ist ein Zwergterrier aus Großbritannien, geführt unter FCI-Standard Nr. 86 in Gruppe 3, Sektion 4. Der Standard legt nur das Gewicht fest: bis 3,2 Kilogramm. Er beschreibt einen aufmerksamen, intelligenten Hund mit lebhaftem, ausgeglichenem Wesen und langem, seidigem Haar in Stahlblau und Tan. Das Fell braucht tägliche Pflege, der Hund konsequente Erziehung und mehr Bewegung, als seine Größe vermuten lässt.

Kaum ein Hund wird so oft unterschätzt wie der Yorkshire Terrier. Er passt in eine Handtasche und sieht aus wie ein Schmuckstück. In ihm steckt ein Terrier, der Ratten jagte, bevor er Salons eroberte.

Wer einen Yorkie anschafft, bekommt einen wachsamen, selbstbewussten Hund mit hohem Pflegeaufwand. Wer das weiß, hat einen Begleiter, der in jede Wohnung passt und auf jeder Wanderung mitläuft.

Hier steht, was der FCI-Standard über die Rasse sagt, woher sie kommt, wie sie sich im Alltag verhält und worauf du bei Pflege, Erziehung und Züchterwahl achten solltest.

Herkunft: Arbeiterhund aus Nordengland

Laut FCI-Standard stammt der Yorkshire Terrier aus derselben Gegend wie der Airedale Terrier und wurde erstmals um 1850 gesehen. Hinter ihm steht der alte Black and Tan Terrier, dazu Rassen wie der Malteser und der Skye Terrier. Der heutige Name wurde 1870 angenommen.

Die Grafschaft Yorkshire war im 19. Jahrhundert Industrieregion. Kleine Terrier hielten Webereien und Bergwerke frei von Ratten. Erst später wurde aus dem Arbeitshund der Begleithund mit bodenlangem Fell.

Der Standard erwähnt ausdrücklich, dass die terriertypischen Eigenschaften geblieben sind, darunter der Jagdtrieb, sei es auf ein Spielzeug im Haus oder einen Nager im Garten.

Der FCI-Standard Nr. 86 in Zahlen

Der Yorkshire Terrier steht in FCI-Gruppe 3 (Terrier), Sektion 4 (Zwergterrier), ohne Arbeitsprüfung. Das Ursprungsland ist Großbritannien, die Verwendung Begleithund. Der gültige Standard wurde am 10. November 2011 veröffentlicht.

Eine Widerristhöhe nennt der Standard nicht. Die einzige Maßangabe ist das Gewicht: bis 3,2 Kilogramm. Alles darüber ist ein Abweichen vom Standard, ändert am Hund als Familienhund aber nichts.

Zum Wesen sagt der Standard: aufmerksamer, intelligenter Zwergterrier, lebhaft mit ausgeglichenem Temperament. Aggressive oder übermäßig scheue Hunde sind disqualifizierende Fehler.

Fell und Farbe

Das Haar ist laut Standard am Körper mäßig lang, vollkommen glatt, glänzend und von feiner, seidiger Struktur. Es darf nie wollig sein und die Bewegung nicht behindern. Am Kopf fällt es lang, in sattem Goldtan, an den Seiten des Kopfes, um die Ohransätze und an der Schnauze noch dunkler.

Die Körperfarbe ist dunkles Stahlblau vom Hinterhaupt bis zum Rutenansatz. Die Brust ist in kräftigem, hellem Tan. Alles Tanhaar ist an der Wurzel dunkler als in der Mitte und wird zu den Spitzen hin heller.

Welpen kommen schwarz mit Tan-Abzeichen zur Welt. Das Stahlblau entwickelt sich erst im Lauf der ersten Lebensjahre. Wer einen fertigen Farbton erwartet, muss Geduld haben.

Wesen und Alltag

Der VDH beschreibt den Yorkie als regen kleinen Terrier, dessen Klugheit immer wieder verblüfft und der trotz aller Lebhaftigkeit ausgeglichen ist. Er wacht, meldet Besuch und beschützt seine Menschen, unabhängig von seiner Größe.

Laut VDH passt er in jede Wohnung, sofern Abwechslung und Bewegung nicht zu kurz kommen. Spaziergänge, Wanderungen und Bergtouren nimmt er gern mit. Ein Yorkie, der nur getragen wird, entwickelt Verhaltensprobleme.

Mit Kindern kommt er zurecht, wenn diese gelernt haben, ihn als Hund und nicht als Spielzeug zu behandeln. Sein Gewicht macht ihn empfindlich für Stürze und grobes Anfassen.

Erziehung: klein, aber selbstbewusst

Der VDH rät ausdrücklich zu konsequenter Erziehung. Ansonsten übernimmt der selbstbewusste Hund die Regie und gibt diesen Posten nicht mehr so schnell auf. Kleine Hunde bekommen oft weniger Regeln als große, weil ihr Fehlverhalten harmloser wirkt. Ein bellender, schnappender Yorkie ist trotzdem ein Problem.

Welpenschule und Grundkommandos gehören dazu wie bei jedem anderen Hund. Der Terrier lernt schnell, wenn es sich lohnt. Er lernt auch schnell, was er sich erlauben darf.

Pflege: täglich kämmen

Das lange Haarkleid braucht laut VDH tägliches Kämmen und Bürsten sowie regelmäßiges Baden. Es haart kaum, was die Haltung erleichtert. Das bedeutet auch: Was nicht ausfällt, verfilzt, wenn es nicht gepflegt wird.

Viele Halter lassen das Fell in einem kurzen Schnitt halten. Das reduziert den Aufwand deutlich und ist für Familienhunde ohne Ausstellungsambitionen üblich. Augen und Ohren werden regelmäßig kontrolliert, weil das Haar dort Schmutz sammelt.

Wie bei allen kleinen Rassen lohnt der Blick ins Maul. Die Veterinärmedizinische Universität Wien empfiehlt, Hunde vom Welpenalter an ans Zähneputzen zu gewöhnen und die Zahnoberflächen jeden oder alle zwei Tage zu reinigen. Bei Beschwerden oder verbliebenen Milchzähnen nach dem Zahnwechsel entscheidet die Tierarztpraxis über das Vorgehen.

Vor der Anschaffung

Kaufe nur bei Züchtern, die dem VDH oder einem seiner Mitgliedsvereine angehören. Dort werden Elterntiere untersucht und Welpen mit Ahnentafel abgegeben. Sogenannte Mini- oder Teacup-Yorkies unter dem Standardgewicht sind keine eigene Rasse. Der Standard kennt nur die Obergrenze von 3,2 Kilogramm, keine Untergrenze und keine Zwergform.

Frag nach Gesundheitsuntersuchungen der Eltern, nach dem Alter der Hündin und danach, wie die Welpen aufwachsen. Ein Welpe darf laut Tierschutz-Hundeverordnung erst mit über acht Wochen vom Muttertier getrennt werden.

Häufige Fragen

Wie schwer wird ein Yorkshire Terrier?

Der FCI-Standard Nr. 86 nennt bis 3,2 Kilogramm. Eine Widerristhöhe ist nicht festgelegt.

Haart der Yorkshire Terrier?

Kaum. Dafür verfilzt das Fell ohne tägliches Kämmen.

Ist der Yorkie ein Familienhund?

Ja, mit rücksichtsvollen Kindern. Er ist zu leicht für grobes Spiel.

Wie viel Bewegung braucht er?

Mehr als seine Größe vermuten lässt. Laut VDH läuft er auch bei Wanderungen und Bergtouren gern mit.

Was ist ein Teacup-Yorkie?

Ein Verkaufsbegriff für besonders kleine Tiere. Es gibt keinen eigenen Standard dafür.

Welche Farbe hat ein Yorkie-Welpe?

Schwarz mit Tan. Das Stahlblau des Standards entwickelt sich erst später.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Geschrieben von Clara, Redaktion hunde-gesundheit.net — sie schreibt hier über Hunde, ihre Rassen und ihre Haltung.


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