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Titelbild: „Dog food in a bowl“ von James Redekop · CC BY-SA 2.0 · via Wikimedia Commons · zugeschnitten
Kurzantwort: Hinter der Marke steht die Xantara GmbH mit Sitz in der Prinzregentenstraße 5 in 83022 Rosenheim; als Geschäftsführer sind Andrea Tafel und Klaus Tafel benannt. Ob ein Futter zu deinem Hund passt, entscheidet nicht der Markenname, sondern das Etikett. Seit dem 1. September 2010 regelt die Verordnung (EG) Nr. 767/2009 europaweit, welche Angaben darauf stehen müssen: Futtermittelart, Zusammensetzung, analytische Bestandteile, Fütterungshinweis, Nettomenge sowie Name und Anschrift des Verantwortlichen.
Dieser Text bewertet kein einzelnes Produkt. Er zeigt, wie du jedes Hundefutter selbst einordnest — auch das, das gerade in deinem Schrank steht.
Die Angaben, auf die es ankommt, stehen bei jedem Hersteller an derselben Stelle. Man muss nur wissen, wonach man sucht.
Wer hinter der Marke steht
Verantwortlich für ein Futtermittel ist immer ein benanntes Unternehmen, und dieses Unternehmen muss mit Name und Anschrift auf der Verpackung stehen. Bei Xantara ist das die Xantara GmbH in Rosenheim; das Unternehmen nennt in seinem Netzauftritt Andrea Tafel und Klaus Tafel als Geschäftsführer.
Diese Angabe ist mehr als eine Formalität. Sie sagt dir, an wen du dich bei einer Reklamation wendest und wer im Rahmen der amtlichen Futtermittelüberwachung Ansprechpartner ist. Ein Produkt ohne vollständige Anbieterangabe würde gegen die Kennzeichnungsvorschriften verstoßen.

Alleinfutter oder Ergänzungsfutter
Die wichtigste Zeile auf jeder Packung ist die Futtermittelart. Ein Alleinfuttermittel ist so zusammengesetzt, dass es allein den täglichen Bedarf deckt. Ein Ergänzungsfuttermittel ergänzt nur und darf nicht als einzige Nahrung gefüttert werden; darauf muss deutlich hingewiesen werden.
Genau hier entsteht der häufigste Fehler in der Praxis. Viele reine Fleischdosen sind Ergänzungsfuttermittel. Wer sie als einziges Futter gibt, riskiert eine Unterversorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen — nicht wegen schlechter Qualität, sondern weil das Produkt gar nicht für diesen Zweck gedacht ist. Lies diese Zeile zuerst, bevor du dir die Bilder auf der Vorderseite ansiehst.
Zusammensetzung: Kategorien oder Einzelbezeichnungen
Die Zusammensetzung listet die verwendeten Einzelfuttermittel auf. Das Recht lässt zwei Wege zu: die Nennung in Kategorien wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ oder „Getreide“, oder die Nennung in Einzelbezeichnungen wie „Rindfleisch“, „Rinderleber“, „Kartoffel“.
Beide Varianten sind zulässig. Für dich als Käufer sind Einzelbezeichnungen aber die brauchbarere Angabe, weil du nur dann weißt, was tatsächlich enthalten ist. Das wird besonders wichtig, wenn dein Hund auf eine bestimmte Eiweißquelle reagiert: Bei einer Ausschlussdiät ist ein Futter, das nur Kategorien nennt, nicht verwendbar.
Ein zweiter Punkt: Die Aufzählung folgt dem Gewichtsanteil. Was vorn steht, ist mengenmäßig am stärksten vertreten. Prozentangaben sind nur an bestimmten Stellen vorgeschrieben, deshalb lohnt der Blick darauf, ob der Hersteller sie freiwillig nennt.
Analytische Bestandteile
Unter dieser Überschrift stehen die Laborwerte: Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche und, je nach Produkt, Feuchtigkeit. „Roh“ bezieht sich dabei auf die Analysemethode, nicht auf den Zustand des Futters.
Diese Werte sind der einzige Weg, zwei Futtersorten sauber zu vergleichen — allerdings nur, wenn du sie auf denselben Wassergehalt umrechnest. Ein Nassfutter mit 80 Prozent Feuchtigkeit und 10 Prozent Rohprotein enthält in der Trockenmasse rund 50 Prozent Protein. Ein Trockenfutter mit 8 Prozent Feuchtigkeit und 26 Prozent Rohprotein kommt auf rund 28 Prozent. Ohne diese Umrechnung wirkt Trockenfutter immer proteinreicher, als es im Vergleich ist.
Die Rechnung ist einfach: Wert geteilt durch (100 minus Feuchtigkeit), mal 100.
Was „getreidefrei“ aussagt
Getreidefrei ist keine rechtlich definierte Qualitätsstufe. Die Angabe beschreibt lediglich, dass statt Weizen, Mais oder Reis andere Kohlenhydratquellen verwendet werden, etwa Kartoffeln, Erbsen oder Süßkartoffeln. Über den Nährstoffgehalt, die Verdaulichkeit oder die Eignung für deinen Hund sagt sie nichts.
Sinnvoll ist der Verzicht dann, wenn bei deinem Hund eine Unverträglichkeit gegenüber einer bestimmten Getreideart festgestellt wurde. Das lässt sich nur über eine Ausschlussdiät mit tierärztlicher Begleitung klären, nicht über einen Bluttest im Internet. Dasselbe gilt für Angaben wie „ohne Zuckerzusatz“ oder „ohne künstliche Konservierungsstoffe“: Sie sind Werbeaussagen, keine Bewertung der Rezeptur.
So vergleichst du zwei Futter in fünf Minuten
- Futtermittelart prüfen: Alleinfutter oder Ergänzungsfutter?
- Zusammensetzung ansehen: Einzelbezeichnungen oder nur Kategorien?
- Die ersten drei Positionen lesen — sie machen den Hauptteil aus
- Analytische Bestandteile auf Trockenmasse umrechnen und dann vergleichen
- Fütterungsempfehlung mit dem Gewicht deines Hundes abgleichen
Wer diese fünf Schritte geht, braucht keine Testberichte. Die Angaben stehen auf jeder Packung, und sie sind für alle Hersteller gleich verbindlich.
Futterwechsel: langsam statt über Nacht
Egal, für welches Produkt du dich entscheidest: Ein abrupter Wechsel führt häufig zu Durchfall. Bewährt hat sich, über etwa sieben bis zehn Tage zu mischen und den Anteil des neuen Futters schrittweise zu erhöhen.
Beurteile das Ergebnis nicht nach zwei Tagen. Kotbeschaffenheit, Fell und Gewicht brauchen mehrere Wochen, bis sich eine Veränderung zeigt. Wiege deinen Hund zu Beginn und nach vier Wochen — das ist die aussagekräftigste Rückmeldung, die du bekommen kannst.
Zusatzstoffe: die Zeile unter der Zusammensetzung
Direkt nach der Zusammensetzung folgt auf den meisten Verpackungen die Angabe der Zusatzstoffe. Dort stehen unter anderem Vitamine, Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Selen sowie technologische Zusatzstoffe. Die Mengen werden je Kilogramm angegeben.
Diese Zeile ist das Gegenstück zur Futtermittelart. Ein Alleinfuttermittel muss die Nährstoffe abdecken, die ein Hund täglich braucht; ein reines Fleischprodukt ohne zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe kann das in aller Regel nicht. Wer beide Angaben zusammen liest, erkennt schnell, wofür ein Produkt gedacht ist.
Fütterungsempfehlung als Startwert
Die Mengenangabe auf der Packung bezieht sich auf ein durchschnittliches Tier mit durchschnittlicher Aktivität. Ein kastrierter, ruhiger Hund braucht deutlich weniger, ein junger Arbeitshund deutlich mehr. Betrachte die Tabelle als Ausgangspunkt und passe nach zwei bis drei Wochen anhand des Gewichts an.
Die einfachste Kontrolle sind die Rippen: Sie sollen unter leichtem Druck zu ertasten, von oben aber nicht zu sehen sein. Von oben betrachtet soll der Hund hinter dem Brustkorb eine erkennbare Taille haben. Wer unsicher ist, lässt den Ernährungszustand in der Tierarztpraxis beurteilen — das kostet nichts extra und räumt die häufigste Fehleinschätzung aus dem Weg.
Wie viel von einem Futter in den Napf gehört, hängt vom Energiegehalt ab, mit dem Futterrechner für Hunde lässt sich die Menge berechnen.
Quellen
- Verordnung (EG) Nr. 767/2009 über das Inverkehrbringen und die Verwendung von Futtermitteln (EUR-Lex)
- Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: Kennzeichnung von Futtermitteln
- LAVES Niedersachsen: Leitfaden zur Kennzeichnung von Futtermitteln gemäß VO (EG) 767/2009 (PDF)
- Xantara GmbH: Kontakt und Unternehmensangaben
Geschrieben von Marlene Kort fuer hunde-gesundheit.net. Angaben zu Dosierung und Symptomen stammen aus tieraerztlichen Quellen.

Marlene teilt ihr Zuhause mit Hund und Katze unter einem Dach und schreibt über das, was im Alltag mit Tieren wirklich zählt. Wird es ernst, sagt sie das offen.

