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Kurzantwort: Als mittelgroß gelten Hunde zwischen 10 und 30 kg bei 40 bis 60 cm Schulterhöhe. Zu den bekanntesten zählen Border Collie, Beagle, Australian Shepherd, Cocker Spaniel, Shiba Inu, Whippet, Bulldogge, Pudel, Schnauzer, Basset, Sheltie und Vizsla. Ihr Bewegungsbedarf liegt meist bei ein bis drei Stunden.
Mittelgroße Hunde gelten als praktischster Kompromiss: klein genug für die Wohnung, groß genug für lange Touren.
Der Unterschied zwischen den Rassen ist in dieser Größenklasse allerdings größer als in jeder anderen. Zwischen Basset und Border Collie liegen Welten.
Was als mittelgroß gilt
In der Praxis rechnet man Hunde zwischen 10 und 30 Kilogramm bei 40 bis 60 Zentimetern Schulterhöhe dazu.
Die FCI kennt diese Einteilung nicht. Sie ordnet nach Verwendung, weshalb mittelgroße Rassen über alle zehn Gruppen verteilt sind.
Für die Wahl zählt der Bewegungsbedarf mehr als das Gewicht. Ein Whippet von 12 Kilogramm braucht weniger Zeit als ein Border Collie von 20.
Zwölf mittelgroße Rassen im Vergleich
| Rasse | Gewicht | Bewegung/Tag | Anfängertauglich |
|---|---|---|---|
| Beagle | 10–18 kg | 2 Std. | bedingt |
| Cocker Spaniel | 12–15 kg | 1,5–2 Std. | ja |
| Whippet | 10–16 kg | 1 Std. | ja |
| Shetland Sheepdog | 6–12 kg | 1,5 Std. | ja |
| Basset Hound | 20–29 kg | 1 Std. | ja |
| Shiba Inu | 8–11 kg | 1,5 Std. | nein |
| Border Collie | 14–22 kg | 3 Std. plus Arbeit | nein |
| Australian Shepherd | 16–32 kg | 3 Std. plus Arbeit | nein |
| Mittelschnauzer | 14–20 kg | 2 Std. | bedingt |
| Kleinpudel | 7–12 kg | 1,5 Std. | ja |
| Magyar Vizsla | 18–29 kg | 3 Std. | nein |
| Englische Bulldogge | 18–25 kg | 45 Min. | ja |
Die Angaben sind Richtwerte. Innerhalb einer Rasse gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Arbeits- und Ausstellungslinien.
Hütehunde: Border Collie und Australian Shepherd

Beide gehören zu den lernfähigsten Rassen überhaupt und wurden für ganztägige Arbeit gezüchtet.
Drei Stunden Bewegung reichen ihnen nicht, wenn die Kopfarbeit fehlt. Sie brauchen eine Aufgabe, nicht nur Auslauf.
Unterfordert entwickeln sie Zwangsverhalten: Schattenjagen, Kreiseln, Kontrolle von allem, was sich bewegt. Das ist schwer wieder wegzubekommen.
Jagdhunde: Beagle, Cocker Spaniel, Vizsla

Alle drei arbeiten mit der Nase und folgen Spuren über weite Strecken. Der Rückruf ist bei ihnen die wichtigste und schwerste Übung.
Der Beagle gilt als besonders eigensinnig. Er ist freundlich, aber schwer vom Fährtenfolgen abzubringen.
Eine Schleppleine über die ersten Jahre ist bei diesen Rassen kein Zeichen von Versagen, sondern Standard.
Ruhige mittelgroße Rassen
Whippet und Basset Hound brauchen deutlich weniger Bewegung, als ihre Größe vermuten lässt. Beide sind ausgesprochene Ruhehunde im Haus.
Der Whippet ist ein Sprinter: kurze, schnelle Läufe, danach stundenlanges Schlafen. Eine Stunde am Tag reicht ihm.
Der Basset hat einen langen Rücken und kurze Beine. Wie beim Dackel sind Treppen und Sprünge problematisch.
Bewegung und Auslastung

Die Bandbreite reicht von 45 Minuten bis drei Stunden. Diese Spanne ist das wichtigste Auswahlkriterium.
Kopfarbeit ersetzt bei fast allen Rassen einen Teil der Bewegung. Zwanzig Minuten Nasenarbeit wirken wie eine Stunde Spaziergang.
Wer die Zeit nicht hat, sollte keine Hüte- oder Jagdhundrasse wählen. Das ist kein Mangel an Erziehung, sondern eine Frage der Zucht.
Fellpflege
Kurzhaarige Rassen wie Beagle, Whippet und Vizsla brauchen kaum Pflege. Einmal wöchentlich bürsten reicht.
Cocker Spaniel, Sheltie und Australian Shepherd haaren stark und brauchen zwei- bis dreimal wöchentlich Bürsten.
Pudel und Schnauzer werden geschoren oder getrimmt. Beides bedeutet alle sechs bis zehn Wochen einen Termin.
Gesundheit
Hüftdysplasie kommt bei allen mittelgroßen Rassen vor, seltener als bei großen. Zuchtuntersuchungen sind Standard.
Rassespezifische Risiken sind unterschiedlich: MDR1-Defekt beim Australian Shepherd, Ohrenentzündungen beim Cocker Spaniel, Rückenprobleme beim Basset.
Vor dem Kauf lohnt der Blick auf die Zuchtauflagen des jeweiligen Vereins. Sie zeigen, welche Probleme in der Rasse bekannt sind.
Kosten
Ein Welpe vom VDH-Züchter kostet je nach Rasse 1.200 bis 2.200 Euro. Futter liegt bei 40 bis 70 Euro im Monat.
Über ein Hundeleben von zwölf Jahren summieren sich die Kosten auf 10.000 bis 18.000 Euro.
Fellpflege beim Pudel oder Schnauzer kommt mit 300 bis 500 Euro im Jahr dazu.
Für wen mittelgroße Rassen passen
Für die meisten Haushalte. Sie passen in eine Wohnung, ins Auto und auf die meisten Wanderwege.
Die Wahl der Rasse entscheidet über alles Weitere. Wer wenig Zeit hat, nimmt einen Whippet, keinen Border Collie.
Ehrlichkeit über den eigenen Alltag ist wichtiger als Sympathie für ein Aussehen.
Häufige Fragen
Welche mittelgroße Rasse ist am pflegeleichtesten?
Whippet, Beagle und Vizsla. Alle drei haben kurzes Fell und brauchen kaum Pflege.
Welche Rasse eignet sich für Anfänger?
Cocker Spaniel, Whippet, Kleinpudel und Sheltie gelten als anfängerfreundlich.
Wie viel Auslauf brauchen mittelgroße Hunde?
Je nach Rasse 45 Minuten bis drei Stunden. Hüte- und Jagdhunde liegen am oberen Ende.
Welche Rasse passt in eine Wohnung?
Fast alle, wenn der Auslauf stimmt. Whippet und Basset sind im Haus besonders ruhig.
Wie alt werden mittelgroße Hunde?
Zwölf bis fünfzehn Jahre. Sie liegen damit zwischen kleinen und großen Rassen.
Was kostet ein mittelgroßer Hund im Monat?
40 bis 70 Euro Futter, dazu Steuer, Versicherung und Rücklagen. Insgesamt rund 100 Euro.
Arbeitslinie oder Ausstellungslinie
Bei vielen mittelgroßen Rassen haben sich zwei Zuchtrichtungen getrennt entwickelt. Arbeitslinien sind auf Leistung gezüchtet, Ausstellungslinien auf Aussehen.
Der Unterschied ist erheblich. Ein Border Collie aus einer Arbeitslinie braucht deutlich mehr Auslastung als einer aus einer Showlinie.
Beim Züchter lohnt die Frage, welche Linie er züchtet und wofür seine Hunde eingesetzt werden. Die Antwort sagt mehr über den künftigen Alltag als jeder Rassestandard.
Mischlinge in dieser Größenklasse
Die meisten Hunde im Tierheim liegen in dieser Größe. Ein Mischling bringt oft eine robustere Konstitution mit als eine reine Rasse.
Sein Wesen lässt sich schwerer vorhersagen. Bei einem erwachsenen Hund aus dem Tierheim ist das kein Nachteil, denn der Charakter ist bereits sichtbar.
Wer sich unsicher ist, welche Rasse passt, fährt mit einem erwachsenen Mischling oft besser als mit einem Rassewelpen.
Quellen
Das passt dazu
Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:
- Hunderassen mittelgroß: Acht Rassen von 33 bis 58 cm
- Große Hunderassen: 12 Rassen ab 30 Kilogramm im Porträt
- Kleine Hunderassen: 12 Rassen unter zehn Kilogramm
Geschrieben von Felix, Redaktion hunde-gesundheit.net — er schreibt hier über Hunderassen, Haltung und Hundegesundheit.








