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Kurzantwort: Pfoten-Krankheiten bei Hunden reichen von harmlosen trockenen Ballen bis zu Pododermatitis, Pilzinfektionen und Allergien. Auslöser sind oft Parasiten, bakterielle Infektionen oder orthopädische Probleme wie Arthrose. Bei starkem Juckreiz, Geruch oder Lahmheit solltest du einen Tierarzt aufsuchen.
Die Pfoten deines Hundes tragen ihn jeden Tag über unterschiedlichste Untergründe. Kies, heißer Asphalt, Schnee und Streusalz belasten die Ballen und die Haut dazwischen. Manche Veränderungen sind normal, andere weisen auf eine echte Erkrankung hin.
In diesem Artikel erfährst du, welche Pfoten-Krankheiten bei Hunden häufig vorkommen, woran du sie erkennst und wann Handeln gefragt ist. Du bekommst einen Überblick über Ursachen, Symptome und erste Schritte für die Pflege.

Was sind Pfoten-Krankheiten bei Hunden?
Pfoten-Krankheiten betreffen die Haut, die Ballen und die Zwischenzehenbereiche der Hundepfote. Nicht jede Veränderung ist gleich eine Krankheit. Rissige oder trockene Pfoten gelten oft als normal, besonders nach Spaziergängen im Winter. Wird die Trockenheit aber extrem, kann eine Grunderkrankung dahinterstecken. Häufige Formen sind entzündliche Hauterkrankungen, Pilzinfektionen und chronische Reizungen durch äußere Einflüsse. Auch orthopädisch-anatomische Probleme wie Arthrose können sich auf die Pfoten auswirken, weil der Hund seinen Gang verändert und dadurch bestimmte Stellen stärker belastet. Wichtig ist, die Pfoten deines Hundes regelmäßig anzuschauen. So erkennst du frühzeitig, ob etwas nicht stimmt, und kannst gegensteuern, bevor sich das Problem verschlimmert.
Pododermatitis: Die häufigste Pfotenentzündung
Pododermatitis ist eine entzündliche Erkrankung der Haut an den Pfoten. Sie tritt oft infolge von Allergien, Parasiten oder bakteriellen Infektionen auf. Eine Entzündung der Zwischenzehenhaut kommt beim Hund sehr häufig vor. Typisch sind rote, juckende und schmerzende Pfoten. Der Hund leckt und knabbert vermehrt an den betroffenen Stellen, was die Reizung weiter verstärkt. Pododermatitis hat viele mögliche Auslöser, deshalb ist eine genaue Abklärung beim Tierarzt sinnvoll. Nur so lässt sich die passende Behandlung finden. Wird die Entzündung nicht behandelt, kann sie chronisch werden und den Hund dauerhaft beeinträchtigen.
Allergien als Auslöser
Allergien gehören zu den häufigsten Ursachen für chronische Pfoten-Probleme. Sie können durch Futter, Umweltstoffe oder Kontaktallergene ausgelöst werden. Die Haut reagiert mit Rötung, Juckreiz und Schwellung. Oft betrifft das nicht nur die Pfoten, auch andere Körperstellen können mitreagieren. Bei allergiebedingten Pfotenproblemen hilft es, die Auslöser einzugrenzen. Das kann eine Ausschlussdiät beim Futter sein oder die Vermeidung bestimmter Umweltreize. Da Allergien oft wiederkehren, ist Geduld gefragt. Eine einmalige Behandlung reicht meist nicht aus, um das Problem dauerhaft zu lösen. Regelmäßige Kontrolle und Rücksprache mit dem Tierarzt helfen, die Beschwerden im Griff zu behalten.
Parasiten und Infektionen
Parasiten wie Demodex-Milben zählen zu den häufigen Ursachen chronischer Pfotenprobleme. Sie siedeln sich in der Haut an und verursachen Juckreiz sowie Entzündungen. Auch bakterielle Infektionen und Pilzinfektionen wie Malassezia pachydermatis können die Pfoten befallen. Anzeichen sind übermäßiger Juckreiz, unangenehmer Geruch und rote, entzündete Haut. Diese Infektionen entstehen oft, weil die Hautbarriere bereits geschwächt ist, etwa durch Allergien oder Feuchtigkeit zwischen den Zehen. Eine gezielte Behandlung mit passenden Mitteln ist notwendig, um die Erreger loszuwerden. Ohne Behandlung breiten sich Infektionen oft weiter aus und werden hartnäckiger.
Fremdkörper und mechanische Ursachen
Äußere Fremdkörper zählen zu den häufigen Ursachen für Pfotenprobleme bei Hunden. Splitter, Dornen oder kleine Steinchen können sich zwischen die Zehen oder in die Ballen bohren. Der Hund reagiert oft mit plötzlichem Hinken oder Lecken an der betroffenen Stelle. Auch heißer Asphalt oder scharfkantiger Untergrund kann die Ballen verletzen. Nach jedem Spaziergang lohnt sich ein kurzer Blick auf die Pfoten. So findest du Fremdkörper frühzeitig und kannst sie entfernen, bevor eine Entzündung entsteht. Bleibt ein Fremdkörper unbemerkt in der Haut stecken, kann sich daraus eine schmerzhafte Infektion entwickeln.
Orthopädische Probleme und ihre Auswirkung
Orthopädisch-anatomische Probleme wie Arthrose gehören zu den Ursachen für chronische Pfoten-Probleme. Ein Hund mit Gelenkschmerzen verändert oft seinen Gang. Er belastet bestimmte Pfoten stärker oder schont eine Seite. Das führt zu einseitigem Abrieb der Ballen oder zu ungewöhnlichen Druckstellen. Solche Veränderungen bemerkst du oft erst, wenn du genauer hinschaust. Ein verändertes Gangbild, häufiges Hinken oder Schleifen der Pfote können Hinweise auf ein orthopädisches Problem sein. In diesem Fall reicht die Behandlung der Pfote selbst nicht aus. Die zugrunde liegende Ursache muss mitbehandelt werden, damit sich die Pfotenprobleme bessern.

Symptome erkennen: Worauf du achten solltest
Mehrere Anzeichen deuten auf eine Pfoten-Krankheit hin. Dazu gehören Lahmheit, Hinken, Schleifen der Pfote und übermäßiges Lecken. Auch unangenehmer Geruch, rote oder entzündete Haut und starker Juckreiz sind Warnsignale. Beobachte deinen Hund beim Laufen und beim Ruhen. Leckt er ständig an einer bestimmten Pfote, ist das ein deutliches Zeichen. Schau dir zwischen den Zehen genau an, dort verstecken sich viele Entzündungen und Fremdkörper zuerst. Je früher du solche Symptome bemerkst, desto schneller kannst du reagieren. Eine frühzeitige Abklärung verhindert oft, dass sich ein kleines Problem zu einer chronischen Erkrankung entwickelt.
Wann zum Tierarzt?
Nicht jede kleine Trockenheit an der Pfote braucht sofort einen Tierarztbesuch. Wird die Trockenheit aber extrem, oder kommen weitere Symptome dazu, solltest du handeln. Anhaltende Rötung, Schwellung, Geruch oder Lahmheit sind klare Signale. Auch wenn dein Hund ständig an einer Pfote leckt oder knabbert, ist eine Abklärung sinnvoll. Chronische Pfotenprobleme haben oft mehrere mögliche Ursachen gleichzeitig, etwa Allergien und eine bakterielle Infektion. Deshalb lohnt sich eine gründliche Untersuchung. Der Tierarzt kann Proben nehmen, um Parasiten, Pilze oder Bakterien nachzuweisen, und darauf abgestimmt behandeln.
Häufige Fragen
Sind rissige Pfoten bei Hunden immer krankhaft?
Nein. Rissige oder trockene Pfoten sind oft normal, besonders nach Kälte oder trockenem Wetter. Wird es extrem oder kommen weitere Symptome dazu, kann eine Grunderkrankung dahinterstecken. Dann lohnt sich der Tierarztbesuch.
Was ist Pododermatitis genau?
Pododermatitis ist eine entzündliche Hauterkrankung an den Pfoten. Sie entsteht oft durch Allergien, Parasiten oder bakterielle Infektionen. Betroffene Pfoten sind rot, juckend und schmerzhaft, besonders zwischen den Zehen.
Welche Parasiten befallen häufig Hundepfoten?
Demodex-Milben zählen zu den häufigen Auslösern chronischer Pfotenprobleme. Sie siedeln in der Haut und verursachen Juckreiz sowie Entzündungen. Eine tierärztliche Untersuchung stellt den Befall sicher fest.
Kann Arthrose Pfotenprobleme verursachen?
Ja, indirekt. Orthopädisch-anatomische Probleme wie Arthrose verändern den Gang des Hundes. Dadurch werden manche Pfoten stärker belastet, was zu Druckstellen oder ungewöhnlichem Abrieb der Ballen führen kann.
Woran erkenne ich eine Pilzinfektion an der Pfote?
Typisch sind übermäßiger Juckreiz, unangenehmer Geruch und rote, entzündete Haut. Malassezia pachydermatis ist ein häufiger Erreger. Bei Verdacht sollte der Tierarzt eine Probe entnehmen und untersuchen.
Quellen
Pfotenkrankheiten bei Hunden: Ein umfassender Ratgeber
Chronische Pfoten-Probleme – Hund
Wie erkennt man eine Hundepfoten-Krankheit?
Geschrieben von Bella, Redaktion hunde-gesundheit.net — er schreibt hier über Hunderassen, Haltung und Hundegesundheit.








