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Kurzantwort: Der Boomer gilt als Kreuzung aus zwei oder mehr kleinen Rassehunden, häufig aus Malteser und Boston Terrier oder Shih Tzu, und ist keine offiziell anerkannte Rasse. Er wird als freundlicher, anpassungsfähiger Begleithund mit weichem Fell beschrieben.
Wer nach der „Boomer Hunderasse“ sucht, stößt schnell auf widersprüchliche Angaben. Manche Anbieter bewerben den Boomer als eigenständige Rasse, andere Quellen stellen klar, dass es sich um eine Kreuzung handelt. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn sie beeinflusst, was du über Herkunft, Gesundheit und Zucht des Hundes wirklich wissen kannst.
Dieser Artikel ordnet die verfügbaren Informationen ein. Du erfährst, was ein Boomer ist, wie der Begriff Hunderasse überhaupt definiert wird und worauf du bei Haltung und Pflege achten solltest.

Was ist ein Boomer?
Der Boomer ist kein eigenständiger Rassehund. Er entsteht aus der Kreuzung von zwei oder mehreren kleinen Rassehunden. Als häufige Kombination wird ein Malteser mit einem Shih Tzu genannt. Manche Anbieter beschreiben ihn auch als Mix aus Boston Terrier und Malteser. Das zeigt, dass der Begriff Boomer nicht einheitlich verwendet wird. Es handelt sich um eine Bezeichnung für verschiedene Kleinhund-Kreuzungen, keine feste, standardisierte Rasse mit klaren Zuchtregeln. Wer einen Boomer kaufen möchte, sollte deshalb genau nachfragen, welche Elternrassen tatsächlich gekreuzt wurden.
Herkunft und Einordnung als Rasse
Um den Boomer richtig einzuordnen, hilft ein Blick auf die Definition einer Hunderasse. Eine Hunderasse gilt nur dann als solche, wenn sie definiert wurde, meist durch einen Zuchtverband oder Züchter. Es gibt keine einheitliche wissenschaftliche Grundlage dafür. Weltweit schätzt man die Zahl der Hunderassen auf über 800, manche Fachleute sprechen von deutlich weniger echten Rassen und mehr Varietäten. Der Boomer erfüllt die Kriterien einer anerkannten Rasse nicht. Einzelne Anbieter bewerben ihn, bei großen Dachverbänden wie der FCI ist er aber nicht als eigenständige Rasse gelistet.
Aussehen und Charakter
Der Boomer ist ein kleiner Hund mit weichem Fell und freundlichem Ausdruck. Er gilt als anhänglich, intelligent und anpassungsfähig. Manche Boomer sind eher zierlich und zunächst zurückhaltend gegenüber Fremden, nähern sich vorsichtig an und beobachten neugierig. Das Wesen kann also je nach Individuum und Elternrassen variieren. Da der Boomer eine Kreuzung ist, hängt sein konkretes Erscheinungsbild stark davon ab, welche Rassen tatsächlich gekreuzt wurden. Einheitliche Rassestandards, wie sie bei anerkannten Rassen üblich sind, existieren für den Boomer nicht.
Größe und Fellbeschaffenheit
Der Boomer wird durchgehend als kleiner Hund beschrieben. Sein Fell gilt als weich. Feste Maße für Widerristhöhe oder Gewicht gibt es nicht. Da der Boomer aus kleinen Rassehunden wie Malteser, Shih Tzu oder Boston Terrier gekreuzt wird, orientiert sich seine Größe an diesen Ausgangsrassen. Das Fell kann je nach Kreuzung unterschiedlich ausfallen, von seidig bis leicht gelockt. Für konkrete Pflegehinweise zum Fell des eigenen Hundes lohnt sich der Blick auf die tatsächlichen Elternrassen.
Ist der Boomer hypoallergen?
Ein häufiges Thema bei Kleinhunden ist die Frage nach hypoallergenen Eigenschaften. Der Boomer ist keine hypoallergene Rasse. Untersuchungen zeigen, dass grundsätzlich keine Hunderasse als vollständig hypoallergen gelten kann. Wer unter Allergien leidet, sollte sich vor der Anschaffung eines Boomers ausführlich beraten lassen und im besten Fall vorab Kontakt zu einem Hund dieser Kreuzung haben. Pauschale Versprechen von Anbietern zu angeblich allergikerfreundlichen Hunden solltest du kritisch hinterfragen.
Gesundheit und Zucht bei Mischlingen
Da der Boomer eine Kreuzung ist, spielen die gesundheitlichen Vorbelastungen der Elternrassen eine Rolle. Malteser, Shih Tzu und Boston Terrier bringen jeweils eigene bekannte Anfälligkeiten mit, etwa im Bereich der Atemwege oder der Augen. Interessierte sollten beim Züchter gezielt nach den Elternrassen und deren Gesundheitschecks fragen. Eine seriöse Zucht legt Wert auf Transparenz über die Herkunft der Welpen, gerade weil der Boomer keine standardisierte Rasse mit festen Zuchtvorgaben ist.
Haltung und Alltag mit einem Boomer
Als kleiner Begleithund passt der Boomer gut in verschiedene Wohnsituationen. Seine anpassungsfähige und anhängliche Art macht ihn zu einem Hund, der Nähe zu seinen Menschen sucht. Einzelne Boomer können allerdings auch sehr lebhaft und fordernd sein. Das Verhalten hängt stark vom einzelnen Tier, seiner Sozialisation und den Elternrassen ab. Wer sich für einen Boomer interessiert, sollte den Charakter des konkreten Hundes vorab kennenlernen, bevor er sich für die Anschaffung entscheidet.

Häufige Fragen
Ist der Boomer eine anerkannte Hunderasse?
Nein. Der Boomer ist keine eigenständige, anerkannte Rasse. Er ist eine Kreuzung aus zwei oder mehreren kleinen Rassehunden, etwa Malteser und Shih Tzu oder Boston Terrier.
Welche Rassen stecken im Boomer?
Die Angaben unterscheiden sich. Häufig genannt werden Malteser und Shih Tzu sowie Malteser und Boston Terrier. Eine einheitliche, feste Kreuzung gibt es nicht.
Ist der Boomer für Allergiker geeignet?
Nein, der Boomer ist keine hypoallergene Rasse. Untersuchungen zeigen, dass generell keine Hunderasse als vollständig hypoallergen gilt.
Wie groß wird ein Boomer?
Er gilt als kleiner Hund. Feste Maße gibt es nicht, die Größe richtet sich nach den Elternrassen.
Ist ein Boomer für Anfänger geeignet?
Beschreibungen zeigen einen anhänglichen, anpassungsfähigen Charakter, gleichzeitig können einzelne Tiere lebhaft und fordernd sein. Das hängt vom individuellen Hund ab, eine pauschale Antwort gibt es nicht.
Quellen
Boomer | Hundevermittlung Fellfreunde.de e.V.
Geschrieben von Marlene Kort fuer hunde-gesundheit.net. Angaben zu Dosierung und Symptomen stammen aus tieraerztlichen Quellen.

Marlene teilt ihr Zuhause mit Hund und Katze unter einem Dach und schreibt über das, was im Alltag mit Tieren wirklich zählt. Wird es ernst, sagt sie das offen.

