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Kurz gesagt: Als klein gelten Hunde bis etwa 35 Zentimeter Schulterhöhe und 10 Kilogramm. Der Bewegungsbedarf unterscheidet sich dabei enorm: Ein Jack Russell braucht mehr Auslastung als mancher große Hund, ein Malteser deutlich weniger. Klein heißt nicht automatisch pflegeleicht.
Die Größe sagt wenig über den Anspruch. Die ursprüngliche Aufgabe der Rasse sagt fast alles.
Die ruhigeren Rassen
Malteser. Anhänglich, ruhig, wenig Bewegungsdrang – aber aufwendige Fellpflege, tägliches Bürsten.
Bologneser. Ruhig und menschenbezogen, guter Begleithund.
Havaneser. Fröhlich, verträglich, mittlerer Bewegungsbedarf.
Cavalier King Charles Spaniel. Sehr freundlich, aber mit erheblichen zuchtbedingten Gesundheitsproblemen an Herz und Schädel.
Die aktiven Rassen
Jack Russell Terrier. Ursprünglich Jagdhund. Sehr hoher Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf; ohne Auslastung entsteht Problemverhalten.
Zwergschnauzer. Wachsam, lernfreudig, braucht Aufgaben.
Shetland Sheepdog. Hütehund im Kleinformat, sehr lernfähig, neigt zum Bellen.
Dackel. Selbstständiger Jagdhund mit eigenem Kopf – kein Schoßhund.
Die Rassen mit kurzer Nase
Mops, Französische Bulldogge und Pekinese sind sehr beliebt und zugleich am stärksten von zuchtbedingten Problemen betroffen.
Die verkürzte Nase führt bei vielen Tieren zu Atemnot, Hitzeempfindlichkeit und Schlafproblemen. Tierschutzorganisationen und der Deutsche Tierärztetag fordern seit Jahren eine Abkehr von dieser Zuchtrichtung.
Wer sich für eine dieser Rassen interessiert, sollte gezielt nach Tieren mit freier Nasenöffnung und nachgewiesener Belastungsprüfung suchen.
Was mit der Größe zusammenhängt
Patellaluxation. Die Kniescheibe springt aus ihrer Führung – bei kleinen Rassen häufig.
Zahnprobleme. Im kleinen Kiefer stehen die Zähne eng; Zahnstein und früher Zahnverlust sind verbreitet.
Trachealkollaps. Die Luftröhre kann bei kleinen Rassen nachgeben – ein Grund, warum Geschirr statt Halsband empfohlen wird.
Unterzuckerung bei Welpen sehr kleiner Rassen.
Positiv: Kleine Hunde leben im Schnitt deutlich länger als große – oft 12 bis 16 Jahre.
Der häufigste Erziehungsfehler
Bei kleinen Hunden wird Verhalten toleriert, das man bei großen sofort unterbinden würde – Anspringen, Bellen, Knurren am Futternapf.
Für den Hund ist das verwirrend, und es entsteht genau das, was als Kläffer-Klischee bekannt ist. Erziehung ist unabhängig von der Größe.
Häufige Fragen
Welche kleine Rasse ist am ruhigsten?
Zu den ruhigeren zählen Malteser, Bologneser und Havaneser.
Brauchen kleine Hunde weniger Auslauf?
Nicht zwingend – Terrier brauchen viel.
Sind sie für die Wohnung geeignet?
Ja, wenn der Bewegungsbedarf gedeckt wird.
Wie alt werden kleine Hunde?
Häufig 12 bis 16 Jahre.
Dieser Text ersetzt keine tierärztliche Beratung.
Quellen







