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Kurz gesagt: Ein Rottweiler-Welpe braucht umfangreiche Sozialisierung, konsequente, freundliche Führung und kontrollierte Bewegung während des Wachstums. In mehreren Bundesländern steht die Rasse auf einer Liste – vor dem Kauf gehört die Rechtslage am Wohnort geklärt.
Aus einem 5-Kilo-Welpen wird ein 50-Kilo-Hund. Was jetzt erlaubt ist, muss später noch tragbar sein.
Die Rechtslage zuerst
Mehrere Bundesländer führen den Rottweiler auf Rasselisten. Je nach Land können Sachkundenachweis, Wesenstest, Erlaubnis, Leinen- und Maulkorbpflicht sowie höhere Hundesteuer gelten.
Die Regelungen unterscheiden sich erheblich und ändern sich. Zuständig ist die Gemeinde am Wohnort.
Auch eine Hundehaftpflichtversicherung ist in vielen Ländern Pflicht – und wird bei Listenhunden nicht von jedem Anbieter angeboten.
Herkunft und Wesen
Benannt nach der Stadt Rottweil, wo er als Metzgerhund Vieh trieb und Karren zog. Später wurde er einer der ersten Diensthunde der Polizei.
Der Rassestandard beschreibt einen selbstsicheren, nervenfesten und gutmütigen Hund mit hoher Reizschwelle und Bindung an die Familie.
Er ist kein aggressiver Hund von Natur aus – wohl aber ein sehr kräftiger, der Fehler in der Erziehung folgenreicher macht als kleine Rassen.
Die ersten Monate
Sozialisierung. Zwischen der achten und sechzehnten Woche prägt sich, was später normal ist. Auf den Plan gehören Menschen jeden Alters, Kinder, andere Hunde, Verkehr, Stadtgeräusche, Tierarztbesuche ohne Behandlung.
Bewegung dosieren. Als Faustregel etwa fünf Minuten je Lebensmonat pro Gang. Treppen, Sprünge und langes Laufen belasten die noch offenen Wachstumsfugen.
Regeln von Anfang an. Anspringen, Zwicken, Ziehen an der Leine – was beim Welpen durchgeht, ist beim erwachsenen Hund gefährlich.
Hundeschule. Bei dieser Rasse nicht optional. Eine Schule, die mit positiver Verstärkung arbeitet, ist die richtige Wahl; harte Methoden schaden gerade hier.
Ernährung
Welpenfutter für große Rassen mit angepasstem Energie-, Calcium- und Phosphorgehalt. Zu schnelles Wachstum ist ein bekannter Risikofaktor für Gelenkerkrankungen.
Feste Portionen statt freiem Zugang; Rottweiler neigen zu Übergewicht.
Gesundheit
Zuchtrelevant sind Hüft- und Ellbogendysplasie, Herzerkrankungen und eine erhöhte Anfälligkeit für bestimmte Knochentumoren.
Wie bei allen großen Rassen besteht das Risiko einer Magendrehung – ein Notfall, bei dem jede Minute zählt.
Seriöse Züchter legen Untersuchungsergebnisse der Elterntiere vor.
Häufige Fragen
Ist der Rottweiler ein Listenhund?
In mehreren Bundesländern ja. Die Regelungen unterscheiden sich.
Wie schwer wird er?
Rüden etwa 50 Kilogramm, Hündinnen etwa 42.
Ist er ein Familienhund?
Bei guter Sozialisierung und konsequenter Führung ja.
Ist er ein Anfängerhund?
Nur mit fachlicher Begleitung von Anfang an.
Dieser Text ersetzt keine tierärztliche Beratung.
Quellen







