Labrador Welpe: Aufzucht, Ernährung und die ersten Monate

Kurz gesagt: Ein Labrador-Welpe braucht in den ersten Monaten kontrollierte Bewegung, maßvolle Fütterung und viel Sozialisierung. Die Rasse neigt zu Übergewicht und zu Gelenkproblemen – beides wird im ersten Lebensjahr entschieden.

Ein zu dicker Labradorwelpe ist kein süßer Anblick, sondern ein Risiko für seine Gelenke.

Die ersten Wochen zu Hause

Welpen dürfen frühestens mit acht Wochen abgegeben werden. In den ersten Tagen geht es um Ankommen: fester Schlafplatz, ruhige Umgebung, wenig Besuch.

Stubenreinheit entwickelt sich schrittweise – nach dem Schlafen, nach dem Fressen und nach dem Spielen sofort nach draußen.

Alleinbleiben will in kleinen Schritten geübt sein, beginnend mit Sekunden.

Bewegung: die Fünf-Minuten-Regel

Als Faustregel gilt: etwa fünf Minuten Spaziergang je Lebensmonat, zwei- bis dreimal täglich. Ein Vier-Monate-Welpe kommt so auf rund 20 Minuten je Runde.

Der Grund sind die Wachstumsfugen der Knochen, die erst mit etwa zwölf bis achtzehn Monaten schließen. Zu viel Belastung schadet ihnen.

Zu vermeiden: Treppensteigen, Sprünge aus dem Auto, langes Radfahren am Rad, wildes Toben auf glattem Boden.

Ernährung

Welpenfutter für große Rassen enthält angepasste Mengen an Energie, Calcium und Phosphor. Zu energiereiche Fütterung lässt den Welpen zu schnell wachsen – ein bekannter Risikofaktor für Gelenkerkrankungen.

Vier Mahlzeiten am Tag bis etwa zum vierten Monat, danach schrittweise auf zwei bis drei reduzieren.

Labradore haben oft ein außergewöhnlich starkes Fressverhalten; bei einem Teil der Hunde ist eine genetische Veränderung nachgewiesen, die das Sättigungsgefühl beeinflusst. Feste Portionen statt freier Zugang sind deshalb wichtig.

Sozialisierung

Die prägende Phase liegt zwischen der achten und etwa der sechzehnten Lebenswoche. Was der Welpe in dieser Zeit positiv kennenlernt, bleibt ihm meist unproblematisch.

Auf den Plan gehören: verschiedene Untergründe, Stadtgeräusche, Autofahrten, Menschen unterschiedlichen Alters, andere Hunde, Tierarztbesuche ohne Behandlung.

Entscheidend ist die Qualität, nicht die Menge – Überforderung erzeugt Angst statt Gelassenheit.

Gesundheit im ersten Jahr

Impfungen und Entwurmung nach Absprache mit der Tierarztpraxis, Kontrolle des Gewichts, Beobachtung des Bewegungsablaufs.

Zuchtrelevante Themen der Rasse sind Hüft- und Ellbogendysplasie sowie Augenerkrankungen. Seriöse Züchter legen Untersuchungsergebnisse der Elterntiere vor.

Häufige Fragen

Wie schwer wird ein Labrador?

Ausgewachsen etwa 25 bis 36 Kilogramm.

Wann ist er ausgewachsen?

Die Größe mit etwa einem Jahr, die endgültige Statur mit rund zwei Jahren.

Wie erkennt man einen guten Züchter?

An der Besichtigung beim Muttertier, an Gesundheitsnachweisen der Eltern, an Fragen an die Käufer und an frühestens acht Wochen Abgabealter.

Wie viel schläft ein Welpe?

18 bis 20 Stunden am Tag. Ruhe ist genauso wichtig wie Beschäftigung.

Dieser Text ersetzt keine tierärztliche Beratung.

Quellen

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