Ein gemütlicher Hund liegt entspannt auf einem Sofa

Faule Hunderassen: Die entspanntesten Vierbeiner im Überblick

Kurzantwort: Faule Hunderassen sind Hunde mit niedrigem Bewegungsdrang, die sich mit kurzen Spaziergängen und viel Ruhezeit zufriedengeben. Dazu zählen laut mehreren Ratgebern unter anderem Bulldogge, Mops, Basset Hound, Bernhardiner, Chow-Chow und Malteser. Sie passen gut zu Menschen, die einen gemütlichen Begleiter ohne großen Auslaufbedarf suchen.

Nicht jeder Hund braucht stundenlange Läufe oder Agility-Training. Manche Rassen sind von Natur aus ruhig, verschlafen und zufrieden mit kurzen Runden um den Block. Für viele Halter ist das ein Vorteil, besonders wenn der Alltag wenig Zeit für lange Wanderungen lässt.

In diesem Artikel stellen wir dir bekannte faule Hunderassen vor, erklären ihre Eigenschaften und geben Hinweise zur Haltung. So findest du heraus, ob ein gemütlicher Vierbeiner zu deinem Lebensstil passt.

Ein gemütlicher Hund liegt entspannt auf einem Sofa
Manche Hunderassen genießen Ruhe mehr als Bewegung. Foto: tammylo, CC BY 4.0

Was macht eine Hunderasse „faul“?

Der Begriff „faul“ beschreibt Hunde mit niedrigem Energielevel. Diese Rassen zeigen wenig Spieltrieb im Vergleich zu Hütehunden oder Jagdhunden. Sie bevorzugen kurze Spaziergänge statt langer Läufe. Oft liegt das an der Zucht: Viele dieser Rassen wurden ursprünglich als Begleithunde oder Wachhunde gehalten, nicht als Arbeitstiere mit hohem Bewegungsbedarf.

Auch die Körperform spielt eine Rolle. Kurzköpfige Rassen wie der Mops haben oft Atembeschwerden, die anstrengende Bewegung erschweren. Große, schwere Hunde wie der Bernhardiner ermüden schneller als leichte, sportliche Rassen. Das Energielevel hängt zusätzlich vom Alter und der individuellen Gesundheit ab, nicht nur von der Rasse allein.

Bekannte faule Hunderassen

Laut mehreren Ratgeberseiten gelten folgende Rassen als besonders ruhig und genügsam: Akita Inu, American Cocker Spaniel, Basset Hound, Berner Sennenhund, Bernhardiner, Bologneser, Mops, Chow-Chow, Pekinese, Shih Tzu und Chinesischer Schopfhund. Auch kleinere Rassen wie Malteser und Zwergspitz werden häufig genannt.

Diese Liste ist nicht abschließend. Verschiedene Quellen nennen teils unterschiedliche Rassen, je nach Kriterien wie Größe, Fellpflege oder Herkunft. Wer sich für eine bestimmte Rasse interessiert, sollte sich zusätzlich über Gesundheit und Charakter des einzelnen Hundes informieren, denn auch innerhalb einer Rasse gibt es Unterschiede im Temperament.

Der Mops als Beispiel

Der Mops wird in mehreren Quellen als typische faule Hunderasse genannt. Er hat ein Knautschgesicht und ist dadurch anfällig für Atembeschwerden. Aus diesem Grund braucht er nur minimale Bewegung. Lange Spaziergänge oder Anstrengung bei Hitze können für ihn schnell zu viel werden.

Trotz seines geringen Bewegungsdrangs braucht der Mops regelmäßige Pflege. Seine Hautfalten müssen sauber gehalten werden, um Reizungen zu vermeiden. Auch das Gewicht sollte im Blick bleiben, da Übergewicht die Atemprobleme verstärken kann. Wer einen Mops hält, sollte auf ausgewogene Ernährung und moderate Bewegung achten, statt komplett auf Auslauf zu verzichten.

Ein Mops liegt ruhig auf einer Decke
Der Mops zählt zu den ruhigsten Hunderassen. Foto: audreyjm529, CC BY 4.0

Große Rassen mit niedrigem Energielevel

Nicht nur kleine Hunde gelten als gemütlich. Auch große Rassen wie der Bernhardiner oder der Berner Sennenhund werden in mehreren Quellen als ruhig beschrieben. Diese Hunde sind meist gelassen und genügen sich mit kurzen Spaziergängen statt intensivem Training.

Große Rassen bringen jedoch eigene Herausforderungen mit. Ihr Gewicht kann Gelenke belasten, besonders wenn sie zu wenig Bewegung bekommen. Ein Bernhardiner braucht trotz seiner ruhigen Art regelmäßige, moderate Spaziergänge, um Muskeln und Gelenke zu erhalten. Wer einen großen, ruhigen Hund hält, sollte auf ausreichend Platz zu Hause achten, da diese Rassen viel Raum zum Liegen benötigen.

Kleine Schoßhunde als gemütliche Begleiter

Kleine Rassen wie Malteser, Chinesischer Schopfhund, Japan Chin und Zwergspitz werden häufig als wenig aktive Hunde für ruhige Haushalte genannt. Diese Hunde wiegen oft nur wenige Kilogramm und passen gut in kleinere Wohnungen.

Schoßhunde brauchen meist weniger Auslauf als größere Rassen. Trotzdem sollten auch sie täglich kurze Spaziergänge bekommen, damit sie geistig und körperlich ausgeglichen bleiben. Viele dieser Rassen haben empfindliches Fell oder Haut, weshalb regelmäßige Pflege wichtig ist. Wer wenig Zeit für lange Gassi-Runden hat, aber trotzdem einen Hund möchte, findet in dieser Gruppe oft eine passende Wahl.

Haltung ruhiger Hunderassen im Alltag

Auch faule Hunderassen brauchen tägliche Bewegung, wenn auch in geringerem Umfang. Kurze Spaziergänge, Schnüffelspiele und ruhige Beschäftigung reichen bei vielen dieser Rassen aus. Wichtig ist, dass der Hund trotz geringem Bewegungsdrang nicht komplett inaktiv bleibt, da Übergewicht sonst schnell entstehen kann.

Die Ernährung sollte auf den tatsächlichen Energiebedarf abgestimmt sein. Ruhige Hunde verbrauchen weniger Kalorien als aktive Rassen. Eine angepasste Futtermenge hilft, Übergewicht zu vermeiden. Regelmäßige Tierarztbesuche sind sinnvoll, um Gesundheit und Gewicht im Blick zu behalten, besonders bei Rassen mit bekannten Anfälligkeiten wie Atemproblemen oder Gelenkbeschwerden.

Für wen eignen sich faule Hunderassen?

Gemütliche Hunderassen passen gut zu Menschen mit ruhigem Alltag oder wenig Zeit für lange Spaziergänge. Auch ältere Menschen oder Familien ohne sportlichen Anspruch finden in diesen Rassen oft passende Begleiter. Wohnungen ohne großen Garten sind für viele dieser Hunde ebenfalls geeignet.

Wichtig ist trotzdem, sich vor der Anschaffung genau über die jeweilige Rasse zu informieren. Manche ruhigen Hunde brauchen intensive Fellpflege, andere neigen zu gesundheitlichen Problemen wie Atembeschwerden. Ein Besuch bei einem seriösen Züchter oder Tierheim hilft, den passenden Hund für die eigenen Lebensumstände zu finden, statt sich allein auf die Rasse zu verlassen.

Gesundheitliche Aspekte bei ruhigen Rassen

Einige faule Hunderassen haben bauartbedingte gesundheitliche Risiken. Kurzköpfige Rassen wie der Mops leiden häufiger unter Atembeschwerden. Große Rassen wie der Bernhardiner können anfälliger für Gelenkprobleme sein, wenn sie zu wenig oder falsch bewegt werden.

Übergewicht ist bei ruhigen Hunden ein häufiges Thema, da der Bewegungsdrang gering ist. Eine angepasste Fütterung und regelmäßige, moderate Bewegung helfen, das Gewicht im gesunden Bereich zu halten. Wer eine dieser Rassen hält, sollte regelmäßig zum Tierarzt gehen, um mögliche Probleme früh zu erkennen und passend zu behandeln.

Häufige Fragen

Welche Hunderasse ist am faulsten?

Laut mehreren Ratgebern zählen Mops, Basset Hound und Bernhardiner zu den Rassen mit besonders niedrigem Energielevel. Sie brauchen nur kurze Spaziergänge und viel Ruhe im Alltag.

Brauchen faule Hunderassen trotzdem Auslauf?

Ja. Auch ruhige Hunde brauchen tägliche, wenn auch kürzere Spaziergänge. Ohne Bewegung drohen Übergewicht und weitere gesundheitliche Probleme, besonders bei Rassen mit Neigung zu Gelenk- oder Atembeschwerden.

Sind faule Hunderassen für Anfänger geeignet?

Viele ruhige Rassen gelten als pflegeleicht im Alltag. Trotzdem solltest du dich vorher über Fellpflege, Gesundheit und Charakter der jeweiligen Rasse informieren, da sich die Anforderungen je nach Hund unterscheiden.

Welche kleinen Rassen gelten als gemütlich?

Malteser, Zwergspitz, Chinesischer Schopfhund und Japan Chin werden häufig als wenig aktive, kleine Rassen genannt. Sie eignen sich oft gut für Wohnungen mit begrenztem Platz.

Welche großen Rassen sind ruhig und gelassen?

Bernhardiner und Berner Sennenhund werden in mehreren Quellen als ruhige, große Rassen beschrieben. Sie brauchen trotzdem moderate Bewegung, um Gelenke und Muskulatur gesund zu erhalten.

Quellen

Faule Hunderassen von A bis Z mit Bildern

19 Hunde mit niedrigem Energielevel, die es lieben, faul zu sein

Top 10 der ruhigsten und bravsten Hunderassen

Faule Hunderassen und gemütliche Vierbeiner

Geschrieben von Bella, Redaktion hunde-gesundheit.net — er schreibt hier über Hunderassen, Haltung und Hundegesundheit.

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