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Kurzantwort: Nach der VDH-Welpenstatistik 2025 führt der Deutsche Schäferhund mit 6.374 registrierten Welpen die Rangliste klar an, vor dem Teckel (4.508) und dem Labrador Retriever (2.401). Insgesamt meldeten die VDH-Mitgliedsvereine 2025 rund 55.000 Welpen. Die Statistik erfasst allerdings nur Welpen aus anerkannten Rassehundevereinen – Rassen wie die Französische Bulldogge, die insgesamt sehr gefragt ist, aber oft über Wege außerhalb des VDH gezüchtet wird, tauchen deshalb in dieser Statistik deutlich weiter unten auf, als es ihrer tatsächlichen Verbreitung entspricht.
Wer nach den beliebtesten Hunderassen in Deutschland sucht, landet fast immer bei der jährlich veröffentlichten Welpenstatistik des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH). Sie ist die verlässlichste verfügbare Datenquelle zu diesem Thema – mit einer wichtigen Einschränkung, die viele Ratgeberseiten unterschlagen.
Der VDH zählt ausschließlich Welpen, die bei seinen Mitgliedsvereinen mit Ahnentafel registriert wurden. Hunde aus dem Ausland, von Vereinen außerhalb des VDH oder ohne Papiere fließen nicht in die Zahlen ein.
Die zehn meistregistrierten Rassen 2025
Nach den aktuellen Zahlen der VDH-Welpenstatistik ergibt sich folgende Rangliste der am häufigsten registrierten Rassen:
- 1. Deutscher Schäferhund – 6.374 Welpen
- 2. Teckel (Dackel) – 4.508 Welpen
- 3. Labrador Retriever – 2.401 Welpen
- 4. Deutsch Drahthaar – 2.215 Welpen
- 5. Pudel – 2.035 Welpen
- 6. Golden Retriever – 2.007 Welpen
- 7. Rottweiler – 1.376 Welpen
- 8. Deutscher Kurzhaar – 1.198 Welpen
- 9. Kleiner Münsterländer – 1.102 Welpen
- 10. Boxer – 1.050 Welpen
Auffällig: Unter den ersten zehn Plätzen finden sich gleich vier Jagdgebrauchshunde – Deutsch Drahthaar, Deutscher Kurzhaar, Kleiner Münsterländer und, mit Abstrichen, der ursprünglich als Wachhund gezüchtete Rottweiler. Das liegt auch daran, dass die Jagdverbände in Deutschland eine besonders aktive VDH-Mitgliedschaft und Zuchtkontrolle pflegen.

Deutscher Schäferhund: seit Jahren die klare Nummer eins
Der Deutsche Schäferhund führt die VDH-Statistik mit großem Vorsprung an – seine Welpenzahl liegt mehr als doppelt so hoch wie die des zweitplatzierten Teckels. Gründe für die anhaltende Beliebtheit sind seine Vielseitigkeit als Familien-, Wach- und Diensthund sowie seine lange Tradition als deutsche Nationalrasse. Allerdings sind die Zahlen im Vergleich zu den 2010er-Jahren deutlich zurückgegangen.
Teckel: der ungeschlagene Zweite
Der Teckel, besser bekannt als Dackel, belegt seit Jahren konstant einen der vorderen Plätze. Seine geringe Größe, die Eignung als Stadt- wie Landhund und seine große Bandbreite an Größen und Haararten machen ihn für sehr unterschiedliche Haltertypen attraktiv.
Warum manche beliebte Rassen in der Statistik fehlen
Rassen wie die Französische Bulldogge zählen europaweit und auch in Deutschland zu den am meisten nachgefragten Hunden überhaupt, tauchen in der VDH-Welpenstatistik aber deutlich weiter hinten auf. Der Grund liegt nicht an mangelnder Nachfrage, sondern daran, dass ein erheblicher Teil dieser Welpen nicht über VDH-Mitgliedsvereine, sondern über andere Kanäle vermittelt wird – von seriösen Zuchtvereinen außerhalb des VDH bis zu unseriösen Vermehrern und Importen aus dem Ausland. Die VDH-Zahlen sind deshalb ein verlässliches Bild der kontrollierten Rassezucht, aber kein vollständiges Abbild der tatsächlichen Beliebtheit aller Rassen in deutschen Haushalten.
Der langfristige Trend: insgesamt weniger VDH-Welpen
Nach den starken Jahren während der Corona-Pandemie, in denen die Nachfrage nach Hundewelpen deutlich anstieg, sind die VDH-Gesamtzahlen seither wieder rückläufig. 2025 registrierten die Mitgliedsvereine rund 55.000 Welpen – einer der niedrigsten Werte seit vielen Jahren. Das kann mehrere Gründe haben: gestiegene Lebenshaltungskosten, eine kritischere öffentliche Diskussion um Qualzucht und verantwortungsvolle Anschaffung, aber auch eine Verlagerung hin zu Vereinen und Vermittlungswegen außerhalb der klassischen VDH-Struktur. Vereinzelt spielt auch der demografische Wandel eine Rolle: Weniger Familien mit ausreichend Platz und Zeit für einen großen Rassehund stehen einer nach wie vor hohen Nachfrage nach kleineren, wohnungstauglichen Begleithunden gegenüber.
Plätze elf bis fünfzehn: die Verfolgerrassen
Hinter den Top Zehn folgen in der VDH-Welpenstatistik 2025 unter anderem der Border Collie (1.000 Welpen), der Dalmatiner (996), das Sheltie (790), der English Cocker Spaniel (765) sowie der Rhodesian Ridgeback (740). Bemerkenswert ist die Platzierung des Rhodesian Ridgeback: Als eine der wenigen ursprünglich außereuropäischen Rassen hat er sich in den letzten Jahren fest unter den gefragtesten VDH-Rassen etabliert, obwohl er hierzulande erst seit einigen Jahrzehnten gezüchtet wird.
Warum Jagdgebrauchshunde so weit vorne liegen
Dass gleich vier Jagdgebrauchsrassen unter den Top Zehn stehen, überrascht auf den ersten Blick, erklärt sich aber aus der Struktur des organisierten Hundewesens in Deutschland. Jagdverbände verlangen von ihren Mitgliedern meist eine lückenlose Ahnentafel und bestandene Leistungsprüfungen, bevor ein Hund zur Zucht zugelassen wird. Das führt dazu, dass praktisch die gesamte Zucht dieser Rassen über VDH-Vereine läuft, während bei reinen Begleithundrassen ein größerer Anteil außerhalb dieser Strukturen gezüchtet wird und in der Statistik entsprechend fehlt.
Beliebtheit ist regional unterschiedlich
Die bundesweite VDH-Statistik verschleiert zudem regionale Unterschiede: In ländlichen Regionen mit Jagdtradition sind Jagdgebrauchshunde und der Deutsche Schäferhund überdurchschnittlich vertreten, während in Großstädten eher kleinere und mittelgroße Begleithundrassen wie Pudel oder Cavalier King Charles Spaniel nachgefragt werden. Wer eine Rasse nach ihrer Beliebtheit vor Ort einschätzen möchte, findet bei regionalen Rasseklubs und Tierheimen oft ein genaueres Bild als in der bundesweiten Gesamtstatistik.
Was die Statistik für die Haltungsplanung bedeutet
Eine hohe Platzierung in der VDH-Statistik ist kein Gütesiegel für die Eignung einer Rasse im Einzelfall. Sie zeigt vor allem, wie viele Menschen sich für eine Rasse entscheiden – nicht, wie gut diese Entscheidung im Nachhinein zum jeweiligen Lebensstil passt. Interessenten sollten sich unabhängig von Beliebtheitsrankings vor allem am tatsächlichen Bewegungs-, Beschäftigungs- und Pflegebedarf einer Rasse orientieren und einen Züchter wählen, der seine Zuchttiere nachweislich auf rassetypische Erbkrankheiten testen lässt. Ein Blick in die örtlichen Tierheime lohnt sich davor ebenfalls: Auch unter den besonders beliebten Rassen landen jedes Jahr Hunde in der Vermittlung, weil Halter ihre Anforderungen unterschätzt haben.
Quellen
Geschrieben von Bella, Redaktion hunde-gesundheit.net — er schreibt hier über Hunderassen, Haltung und Hundegesundheit.








