Mops sitzt auf einer Wiese

Mops Hund: Rasseporträt, Gewicht, Atmung und Pflege

Aktualisiert am 17.10.2026 · Lesezeit 5 Min.

Titelbild: „Pug Dog“ von alexbrn · CC BY 2.0 · via Flickr · zugeschnitten

Kurzantwort: Der Mops wird von der FCI unter Standard Nr. 253 geführt, in Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde), Sektion 11 (Kleine doggenartige Hunde). Als ideales Gewicht nennt der Standard 6,3 bis 8,1 kg; eine Widerristhöhe legt er nicht fest. Ursprungsland ist China, das Patronat liegt bei Großbritannien. Der Standard verlangt ziemlich große, weit geöffnete Nasenlöcher und bezeichnet eine zusammengedrückte Nase als inakzeptabel.

Der Mops ist eine der ältesten Begleithundrassen und eine der am meisten diskutierten. Beides hat denselben Grund: den kurzen Fang.

Er entscheidet über Aussehen und über Gesundheit — und der aktuelle Standard nimmt dazu deutlich Stellung.

Einordnung und Maße nach FCI-Standard Nr. 253

Die gültige Fassung des offiziellen Standards wurde am 10. August 2023 publiziert. Ursprungsland ist China, das Patronat über die Rasse liegt bei Großbritannien, wo die planmäßige Zucht im 19. Jahrhundert begann.

  • Ideales Gewicht: 6,3 bis 8,1 kg
  • Widerristhöhe: im Standard nicht festgelegt
  • Proportionen: ausgesprochen quadratisch und kompakt
  • Wesen: viel Charme, Würde und Intelligenz, ausgeglichen, fröhlich und lebhaft

Der Standard ergänzt, es solle eine harte Muskulatur vorhanden sein, Substanz dürfe aber nicht mit Übergewicht verwechselt werden. Ein Mops von elf Kilogramm ist kein kräftiger Mops, sondern ein zu schwerer.

Nahaufnahme eines Mopskopfes mit Falten
Laut Standard sind eine zusammengedrückte Nase und starke Faltenbildung auf dem Nasenrücken inakzeptabel. Bild: rawpixel (CC0)

Was der Standard zu Nase und Falten sagt

Zum Nasenschwamm heißt es: schwarz, mit ziemlich großen, weit geöffneten Nasenlöchern. Und weiter, eine zusammengedrückte Nase und starke Faltenbildung auf dem Nasenrücken seien inakzeptabel und sollten schwer bestraft werden.

Der Abschnitt zum Fang ergänzt, Augen oder Nase dürften nicht durch übermäßige Nasenfalten beeinträchtigt oder verdeckt werden. Damit ist die tiefe Querfalte über der Nase, die viele für rassetypisch halten, ausdrücklich ein Fehler.

Für Käufer ist das der brauchbarste Absatz des ganzen Textes. Er liefert ein Kriterium, das sich am lebenden Hund prüfen lässt, ohne Fachwissen: offene Nasenlöcher, freie Augen, keine Falte, die über den Nasenrücken hängt.

Atmung und das Qualzuchtverbot

Kurzköpfige Rassen können am brachyzephalen obstruktiven Atemwegssyndrom leiden. Verengte Nasenlöcher, ein zu langes Gaumensegel und eine enge Luftröhre erhöhen den Atemwiderstand; die Folgen reichen von Schnarchen und Hitzeempfindlichkeit bis zum Kollaps unter Belastung.

Das Tierschutzgesetz verbietet in § 11b das Züchten, wenn bei den Nachkommen erblich bedingt Körperteile für den artgemäßen Gebrauch untauglich sind und dadurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten. Die Auslegung dieser Vorschrift behandelt das Qualzuchtgutachten des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

Ein Mops, der im Ruhezustand hörbar atmet, ist deshalb kein Normalfall, sondern ein Befund. Wer Welpen sucht, hört den Elterntieren zu, bevor er sie ansieht.

Wesen: warum der Mops so beliebt ist

Er ist auf Gesellschaft gezüchtet und verhält sich entsprechend: menschenbezogen, wenig bellfreudig, verträglich mit Kindern und anderen Hunden. Er hat keinen Schutztrieb und kaum Jagdverhalten.

Gleichzeitig ist er eigensinnig. Ein Mops arbeitet über Futter und gute Laune, nicht über Wiederholung. Training in kurzen, fröhlichen Einheiten funktioniert; Strenge blockiert ihn.

Er bleibt ungern allein und folgt seinem Menschen von Raum zu Raum. Das Alleinbleiben gehört deshalb von Anfang an geübt, in Minutenschritten.

Bewegung, Hitze und Gewicht

Ein Mops braucht mehrere kurze Runden statt einer langen. Schnüffeln, Suchspiele und ruhiges Gehen passen; Radfahren und Hundesport mit Sprüngen passen nicht.

Im Sommer sind die frühen Morgen- und späten Abendstunden die einzigen sinnvollen Zeiten. Hunde regulieren Wärme über das Hecheln, und bei verkürztem Fang funktioniert das schlechter. Viele Fluggesellschaften befördern kurzköpfige Rassen deshalb gar nicht.

Beim Gewicht hilft eine Regel: Die Taille muss von oben sichtbar bleiben, die Rippen unter leichtem Druck tastbar. Jedes zusätzliche Kilo verschlechtert die Atmung messbar.

Pflege im Alltag

Das kurze Haar ist pflegeleicht, haart aber reichlich und ganzjährig. Einmal pro Woche mit einem Gumminoppenhandschuh durch das Fell nimmt einen guten Teil davon auf.

Wichtiger sind die Falten im Gesicht. Sie werden feucht und entzünden sich, wenn sie nicht regelmäßig mit einem weichen Tuch trocken gewischt werden — bei einem Hund mit ausgeprägten Falten täglich.

Die hervorstehenden Augen brauchen Aufmerksamkeit. Rötung, Kneifen oder ein trübe wirkendes Auge gehören am selben Tag in die Praxis; Hornhautverletzungen entwickeln sich bei dieser Rasse schnell.

Welpenkauf: die Prüfpunkte

  • Beide Elterntiere sind zu sehen und atmen in Ruhe geräuschlos.
  • Die Nasenlöcher sind weit geöffnet, die Augen frei, keine Falte über dem Nasenrücken.
  • Es liegen Untersuchungsergebnisse vor, unter anderem zu Atemwegen, Augen und Patella.
  • Der Wurf wächst im Haus auf, die Abgabe erfolgt nach den Zuchtordnungen der VDH-gebundenen Vereine frühestens ab der achten Lebenswoche.
  • Es gibt Ahnentafel, Impfpass, Chipnummer und einen schriftlichen Kaufvertrag.

Warnzeichen sind Angebote mehrerer Rassen aus einer Hand, Übergabe auf einem Parkplatz und der Hinweis, Schnarchen sei bei der Rasse eben so.

Herkunft: von China nach Europa

Kurzköpfige Gesellschaftshunde sind in China seit der Antike belegt; von dort gelangten Vorfahren des heutigen Mopses über niederländische Handelsschiffe nach Europa. Die FCI führt China deshalb als Ursprungsland und Großbritannien als Patronatsland.

Im 19. Jahrhundert entstand in England die planmäßige Zucht mit einem geschriebenen Standard. Alte Abbildungen zeigen Hunde mit deutlich längerem Fang als heute — ein Hinweis darauf, wie stark sich der Typ innerhalb weniger Generationen verschieben lässt.

Alltag mit einem Mops

Er passt gut in Wohnungen, weil er wenig Platz braucht und selten bellt. Treppen sind für ihn allerdings anstrengend, und Sprünge vom Sofa belasten die Wirbelsäule; eine Rampe oder ein Hocker vor der Couch nimmt Druck heraus.

Beim Geschirr ist die Passform wichtiger als bei anderen Rassen. Ein Halsband erhöht den Druck auf Kehlkopf und Luftröhre, ein gut sitzendes Brustgeschirr verteilt ihn auf den Brustkorb.

Bei Wärme entscheidet die Uhrzeit über den Spaziergang, und im Auto bleibt er niemals allein. Hektisches Hecheln mit gestrecktem Hals und blaurote Zunge sind ein Notfall, kein Zeichen von Anstrengung.

Quellen

Das passt dazu

Drei Artikel, die dieselbe Frage von einer anderen Seite angehen:

Von Vanessa, Redaktion hunde-gesundheit.net. Bei ernsten Beschwerden verweist der Text auf die Tierarztpraxis.

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